Wie sage ich dem Kunden, dass es teurer wird? Der Bahnsteig um 7:48
2026-10-14
Der Zug nach Hannover hat zwölf Minuten Verspätung. Tom steht auf Gleis 3, den Kaffee in der einen Hand, das Handy in der anderen. Es ist Dienstag, 7:48 Uhr.
Eigentlich wollte er nur kurz die Mails checken. Stattdessen öffnet er wieder die Notiz, die seit März in seinem Handy liegt. Titel: „Preise ab Januar“. Darunter drei Zeilen, von denen er keine mag.
Hallo Herr Brandt, leider sehe ich mich gezwungen …
Gezwungen. Das klingt, als würde ihm jemand die Pistole auf die Brust setzen. Er löscht das Wort. Schreibt „möchte ich Ihnen mitteilen“. Löscht es wieder.
Der Satz, der sich anfühlt wie eine Entschuldigung
Tom baut seit sechs Jahren Websites für kleine Betriebe. Ein Autohaus, zwei Physiopraxen, eine Bäckerei mit drei Filialen. Sein Stundensatz ist seit vier Jahren derselbe. In dieser Zeit ist seine Miete gestiegen, die Software-Abos sind teurer geworden, und sein Steuerberater hat beim letzten Termin freundlich erwähnt, dass die Gebühren angepasst werden.
Nur Tom hat nichts angepasst.
Er weiß, warum. Herr Brandt vom Autohaus ist nett. Er bezahlt pünktlich. Er schickt zu Weihnachten eine Flasche Wein. Und genau deshalb fühlt sich jede Zeile an wie ein kleiner Verrat.
Was, wenn er sagt: „Dann suche ich mir jemand anderen“? Was, wenn er nichts sagt und einfach nie wieder anruft? Was, wenn Tom danach im Februar vor einem leeren Kalender sitzt?
Der Zug rollt ein. Tom steckt das Handy weg, ohne etwas gesendet zu haben. Wie im März. Wie im Juni.
Was das Schweigen kostet
Im Zug sitzt er am Fenster und rechnet nicht, er spürt nur. Das ist das Unangenehme daran.
Er spürt, dass er an manchen Tagen innerlich knurrt, wenn Herr Brandt anruft. Nicht, weil der etwas falsch macht. Sondern weil Tom sich über sich selbst ärgert. Über den Satz, den er nicht sagt. Über die Stunden, die er für Preise von vor vier Jahren arbeitet.
Das ist die leise Rechnung, die niemand aufstellt. Der Groll sammelt sich an, bis die Arbeit weniger Spaß macht. Und irgendwann hört man sich selbst denken: „Ich arbeite so viel und komme trotzdem nicht voran.“
Und jedes Mal, wenn er die Notiz öffnet, kostet es ihn einen Teil seiner Ruhe. Zehn Minuten hier, eine Viertelstunde da. Beim Zähneputzen, an der Ampel, im Zug.
Der Moment, in dem es leichter wird
Am Abend sitzt Tom bei seiner Schwester in der Küche. Sie ist Physiotherapeutin und hat gerade ihrer Praxis neue Preise verpasst. Er erzählt ihr von der Notiz. Sie lacht nicht, sie nickt nur.
„Weißt du, was bei mir geholfen hat?“, sagt sie. „Ich habe aufgehört, einen perfekten Brief schreiben zu wollen. Ich wollte nur drei Dinge sagen: Was sich ändert. Ab wann. Und dass ich mich auf die Zusammenarbeit freue.“
Mehr nicht. Keine Rechtfertigung, kein Seitenhieb auf die Inflation, kein Kniefall.
Tom merkt, wie sich in seinem Kopf etwas löst. Er hatte die ganze Zeit versucht, den Kunden zu überzeugen, bevor der überhaupt etwas gefragt hatte. Dabei muss er nur klar und freundlich informieren. Die Entscheidung bleibt bei Herrn Brandt, wie es sein soll.
Am nächsten Morgen schreibt er den ersten Entwurf in zehn Minuten. Dann, weil er unsicher ist, ob der Ton zu weich oder zu kühl klingt, lässt er sich von einer KI ein paar Formulierungen vorschlagen. Er probiert sie aus, streicht, ersetzt, macht sie zu seinen eigenen. Einmal in der Du-Form für die Bäckerei, einmal in der Sie-Form für das Autohaus.
Es ist kein Zauber. Es ist nur ein Anfang, der nicht mehr leer ist.
Ein ganz normaler Montag, später
Stell dir vor, wie sich das anfühlt. Nicht dramatisch, einfach ruhig.
Montag, 9:10 Uhr. Du sitzt am Schreibtisch, der Kaffee ist noch warm. Die Mail an deine Kunden ist seit einer Woche raus. Zwei haben sich mit einem knappen „Danke für die Info“ gemeldet. Einer hat nachgefragt, du hast ihm freundlich geantwortet. Eine Kundin hat gesagt, sie müsse kurz überlegen. Das ist okay. Du auch.
Du merkst, dass du nicht mehr zusammenzuckst, wenn das Telefon klingelt. Dass die Stunden, die du arbeitest, sich wieder wie deine anfühlen. Dass du „Ab Januar gilt ein neuer Satz“ sagen kannst, ohne dass dein Puls hochgeht.
Die Arbeit ist dieselbe. Aber du stehst anders dahinter.
Und die Notiz im Handy? Die heißt jetzt „Erledigt“.
Wenn dir der erste Satz fehlt
Vielleicht erkennst du dich in Tom wieder. Du weißt, dass es Zeit wäre. Du weißt sogar ungefähr, was du schreiben willst. Es fehlt nur der erste ruhige Satz, und der Mut, ihn abzuschicken.
Genau dafür gibt es die KI-Prompts für Kundenkommunikation: 60 deutsche Prompts für Zahlungserinnerung, Preiserhöhung, Absagen und Nachfassen, jeweils mit Du- und Sie-Varianten und Beispielen, als PDF und Markdown. Die Produktseite kann auf Englisch sein, die Prompts selbst sind auf Deutsch. Du bekommst Ausgangspunkte, die du in deinen eigenen Ton übersetzt. Die Entscheidung über deine Preise bleibt natürlich bei dir.
Wie bei allen Blixwerk-Produkten gilt: 30 Tage Geld-zurück-Versprechen. Wenn es dir nicht hilft, bekommst du dein Geld zurück, ohne Fragen.
Zu den KI-Prompts für Kundenkommunikation
Eine beispielhafte Geschichte, geschrieben mit KI-Unterstützung.